Schadinsekten

Deutsche Schabe und Fruchtfliegen. Was kann getan werden?

Deutsche Schabe:

Die Deutsche Schabe (Blattella germanica), auch Schwabenkäfer, Preuße, Russe, Franzose u.a. Ethnophaulismen, und wie die Gemeine Küchenschabe (Blatta orientalis) auch als Küchenschabe (Kakerlake) bezeichnet, ist eine Art der Schaben. Bekannt ist sie als Vorratsschädling, der durch die Übertragung von Krankheitserregern auf den Menschen auch gesundheitliche Schäden verursachen kann.

 

Merkmale

Ausgewachsene Schaben sind 13 bis 16 mm lang und hell- bis dunkelbraun gefärbt.

Die Deutsche Schabe ist generell nachtaktiv und verbringt ca. 75 % des Tages in ihren Verstecken. Tagsüber umherlaufende Tiere deuten meist auf einen sehr starken Befall und auf eine hohe Besatzdichte in den Verstecken hin.

 

Entwicklung

Die ausgewachsenen Schaben kopulieren bereits wenige Tage nach der Häutung, und die erste Oothek wird nach 1 bis 2 Wochen gebildet. Die mittlere Lebenserwartung der erwachsenen Tiere beträgt 100 bis 200 Tage.

 

Vorkommen

Die Deutsche Schabe ist in den gemäßigten Breiten die häufigste Spezies und kommt in Gaststätten, Großküchen, Hotelbetrieben, Krankenhäusern, aber auch in (meist zentralbeheizten) Wohnungen Der Befalls Schwerpunkt liegt häufig in Küchen oder Räumen, in denen Lebensmittel verarbeitet werden. Wäschereien werden wegen der hohen Temperatur und Feuchte ebenfalls gern von der Deutschen Schabe besiedelt und können bei ihrer Verbreitung besonders in Krankenhäusern eine wichtige Rolle spielen. Zoologische Gärten und Zoohandlungen haben aufgrund der dort herrschenden hohen Temperaturen ebenfalls häufig Schabenprobleme.

Moderne Einkaufszentren sind wegen der Wärme, des vielfältigen Nahrungsangebotes und der zahlreichen Versteckmöglichkeiten besonders gefährdet. Viehställe (besonders Schweineställe) in landwirtschaftlichen Betrieben können ebenfalls von der Deutschen Schabe besiedelt werden.

 

Ernährung

Die Deutsche Schabe ist ein Allesfresser.

 

Schadwirkung

Die durch die Deutsche Schabe hervorgerufenen Fraßschäden an Lebensmitteln und Vorräten, aber auch an Leder, Textilien und Papier sind meist gering. Die Kontamination der Nahrungsmittel mit Kot, Kropfinhalt oder Ausscheidungen aus Speicheldrüsen stellen dagegen ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko dar. In landwirtschaftlichen Betrieben kommt es aufgrund der Übertragung von Krankheitskeimen durch Schaben auf das Vieh zu Verlusten im Fleisch- und Milchertrag.

Wegen der Verunreinigung und des durch die Schaben verbreiteten üblen Geruchs sind kontaminierte Lebensmittel für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet.

Sie ist zweifelsfrei Überträger folgender Krankheiten: Milzbrand, Salmonellose und Tuberkulose. Weiterhin ist sie auch ein Zwischenwirt für Fadenwürmer.

 

Bekämpfung

Wichtig ist die rechtzeitige Entdeckung von Befällen. Hierzu sind Detektoren (Klebefallen) mit entsprechenden Lockstoffen bestens geeignet.

Deutsche Schaben bekämpft man durch das Ausbringen von Fraßködern oder durch Sprays. Hierbei ist die Beköderung mit Fraßgiften zu bevorzugen, da sie die wenigsten Risiken für die Umwelt bergen. Da Schabenbekämpfung durch Einzelmaßnahmen keinen durchschlagenden Erfolg bringt, können nur kontinuierlich durchgeführte und überprüfte Bekämpfungen nach einem festen System zu einem dauerhaft wirkungsvollen Ergebnis führen. Chemische Bekämpfungen sollten nur durch sachkundige Schädlingsbekämpfer ausgeführt werden.

Deutsche Schaben nutzen alle Spalten im Mauerwerk, an Maschinen etc. als Niststätten. Deshalb sollten alle Ritzen in Wänden, am Fußboden etc. verschlossen werden.

Fruchtfliegen

Unter dem Begriff Fruchtfliegen sind im deutschen Sprachgebrauch zwei Familien der Fliegen (Unterordnung Brachycera) bekannt:

  • die Drosophilidae (Taufliegen, auch Obst- oder Essigfliegen genannt) mit dem als biologisches Forschungsobjekt weltbekannten Vertreter Drosophila melanogaster und dem auch als Kirschessigfliege bekannten besonders häufigen Schädling (2009 von Südostasien nach Europa eingeschleppt)
  • die Tephritidae (auch Bohrfliegen genannt)

Zu diesem Thema kennen wir alle eine Vielzahl von Hausmitteln. Am wirksamsten ist es, unser Obst stets frisch und sauber zu halten. Denn hier siedeln sich die kleinen Fliegen tatsächlich am liebsten an.

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